Geschichte

Die Spargelpflanze (Asparagus officinalis L.) gehört zur Familie der Liliengewächse, wie Zwiebeln, Schnittlauch, Knoblauch und Lauch. Die Spargel stammt wahrscheinlich aus dem Mittelmeerraum und wurde schon von den alten Ägyptern und Griechen als "Aspharagus" genossen.

 

Mit den Römern kam die Spargel nach Europa. Im Mittelalter entdeckten die Klöster die Spargel als Heilpflanze und als Feingemüse. Als Luxusprodukt wurde die Spargel das Gemüse der Könige und Prinzen.

 

Der Sonnenkönig, Ludwig XIV, liebte die Spargel so sehr, dass er verlangte, Spargeln das ganze Jahr hindurch geniessen zu können. Daraufhin entwickelte Jean de La Quitinie, königlicher Gärtner, ein geschütztes Anbausystem, welches eine praktisch ganzjährige Ernte erlaubte.

 

Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts konnten nur reiche Gartenliebhaber dieses raffinierte und sehr teure Gemüse anbauen. Erst im 19. Jahrhundert kam der Durchbruch des Spargels als "Gaumenfreude des Frühlings" fürs Volk.